Warum ich ätherische Öle so liebe … #boomboomblog

Warum ich ätherische Öle so liebe … und:
wie ich meinen Liebeskummer bei der
Rosendestillation vergaß…

 

Ich war 32.
Ich hatte mit meinem damaligen “Traummann” in einem der feinsten Viertel der Stadt ein Haus gebaut.
1 Jahr hatten wir geplant, gemessen, gestaltet, ausgesucht, geträumt. Es war so aufregend.
Ich musste mich immer mal kneifen, dass das passiert. Mir…!!!! In so einem Haus.
160qm, direkt am Jenisch-Park, 200m zur Elbe, wo ich regelmäßig meine Runden drehte.
Und das Ganz mit: “IHM”
Im Oktober zogen wir ein.
Im April darauf – kurz nach Ostern – fand ich mich in meinem voll gepackten Fiat UNO wieder.
Ohne: “IHN!”
Auf dem Weg zu meiner Mutter. Verheult. Zurückgewiesen. Tief gekränkt.
Ich hatte mit 25 Jahren meinen damaligen Freund verloren, der ertrunken war. Das war schlimm.
“ER sollte die Erlösung sein. Doch … im Gegenteil. Das war noch einer obendrauf.”
So dachte ich. Damals.

“Es war doch alles so…. Und wir waren doch….. Und jetzt ist SCHLUSS? Alles vorbei? –
Ich konnte und wollte das nicht glauben!”  – Ich war appetitlos. Antriebslos.
Und hatte Herzschmerzen. Ganz real.

Liebeskummer! – Kennst Du ihn?!

 

Meine Mutter, die glücklicherweise in solchen Situation für mich da war, hat mir Unterschlupf
gewährt und aus Erfahrung gesprochen, es würde alles gut werden.
3 Monate später hatte ich ein süßes kleines Zimmer in einer wunderschönen Villa am
Innocentiapark mit einer ebenso getrennt lebenden Frau und 3 fast erwachsenen Kindern,
die zudem “Sorge” hiessen.
WoW!!!

Das war einer dieser vielen Ereignisse, durch die ich begann, an Fügungen
zu glauben …und …an höhere Kräfte, die uns beschützen und führen.

 

Ich arbeitete im NDR Hörfunkhaus 500m entfernt und machte parallel eine Ausbildung zur
Heilpraktikerin. Das war gerade jetzt – wo ich angeschlagen war – eine willkommene Ablenkung,
mich mit Krankheitsentstehung und Ganzheitlichkeit zu beschäftigen.

Durch meine Mutter und ihre Kosmetikpraxis kam ich mit der Firma Primavera in Berührung,
die sich, für meinen mittlerweile geschulten Werbeblick, zwar etwas ‘ökig” präsentierten,
deren Metier mich jedoch neugierig machte.
Seminarreise zur Rosenernte in die Türkei.

“Aromamassage lernen” in einem Luxushotel.

OH JA! Das wollte ich machen. Anstatt Urlaub. Lernen in der Natur von den Pflanzen. 
Mit einem Hauch von Glamour. Voll mein Ding.

Ich kann mich gar nicht mehr an alle Details erinnern. Nur, dass ich ein palastartiges Zimmer
bewohnte in einer atemberaubenden Hotelanlage und:
An diesen besonderen Morgen als wir im Kleinbus zum Rosenfeld fuhren.

Wie stellst DU sie Dir vor: die Rosenplantagen?

Ich gebe zu. Ich war am Beginn enttäuscht. Es sah eher aus wie ein Feld aus Johannisbeersträuchern.
Es war früh morgens. Der Morgentau lag noch auf den kleinen rosa Blüten, die wir in einer kleinen
Gruppe von Seminarteilnehmern pflückten und in Jutesäcke warfen, die wie Schürzen vor unserem
Bäuchen befestigt waren.
DIESE Atmosphäre erinnere ich gut. Die Stille. Der Sonnenaufgang.
Die Frauen und nur 2 Männer versunken in ihr Tun. Unvergesslich.

Die vollgefüllten Säcke wurden dann auf Eselrücken in den Wald zur Rosendestille gebracht.
4 große Kupferkessel mitten im Wald. Davor Brennholz und hinter ihnen eine Stiege für die Männer,
die die Jutesäcke mit den Blüten in die Kessel füllten.

Es roch:  Nach Nadelholz, Rauch und …. dem Duft von kochenden Rosenblüten.

 

Wir breiteten die Decken aus und picknickten mit den Familien davor. Ich fühlte mich wahrlich
berauscht. Und die Dankbarkeit in meinem Herzen ist heute noch spürbar.
Für dieses Glücksgefühl in einem unscheinbar wirkenden Stückchen Wald.

“Es ist die Liebe in mir, die mich trägt.”


Das war das Fazit in mir als wir uns in der Abendwärme am Hotelpool salbten und ölten. Die
Stunden, wo andere Hände mein Herz berührten. Mit den Essenzen, die wir tagsüber
destilliert hatten. Es war “Heaven!”. KLEOPATRA-FEELING. Hingabe ans Leben. 

Der Rosenduft hat mir die Tür zu meinem Herzen wieder aufgemacht.”
Seitdem weiß ich, warum Rosenöl so kostbar ist und halte es in Ehren. Das Fläschchen ziert meinen
Nachttisch. Und in ausweglosen Situationen oder wenn sich mein Herz schwer und eng ist,
nehme ich ein Tröpfchen pur auf den Brustbereich oder vermische es in einem Trägeröl.
Seitdem biete ich exklusive Kleopatra-Salbungen an und mische Rosenflakons.
Als kleine Liebesaffäre zwischendurch.

Ätherische Öle verbinden uns mit unserer Essenz. Unserer Natur. Unserer Seele.
Ich verlor sie nicht mehr aus dem Sinn. Ihre Macht. 5 Jahre später kam Gary Young mit seinen
Young Living Ölen nach Europa. Seit 2006 bin ich unabhängige Vertriebspartnerin.

Sie gehören zu meinen Sorgenfrey-Essentials und meine tägliche Körper- und Sinnespflege.

Judith Peters für die Boomboomchallenge.