Katrin
Sorgenfrey

Wie ich wurde, was ich bin.

über Katrin Sorgenfrey

sinnevoll leben, lieben und arbeiten

Wie ich wurde, was ich bin.

Im Rahmen von Judiths BoomBoomBlog2022 Challenge, bin ich nochmal in meine Kindheit eingetaucht, die für meine heutige Arbeit als agile Heilpraktikerin und Beauty Revolutionärin wichtig ist.

Ich hatte nicht erwartet, dass der größte Antrieb durch den Einfluß meiner Eltern kommt. Und welch warmen und versöhnlichen Gefühle dabei hochkommen.

Wie ich wurde, was ich bin. Damals.

Meine Mutter träumte als junge Frau davon, Friseurin oder Kosmetikerin zu werden. Ihr Vater hat es nicht erlaubt und gesagt, sie solle etwas „Anständiges“ lernen. So ging sie ins Büro.

Als sie 39 war und ich 13, hat sie sich ihren Traum erfüllt. Hier seht ihr uns in ihrem ersten Kosmetikstudio meines Elternhauses. Es war 2, 50 breit und 4 m lang. Es passte gerade ein Waschbecken in die Ecke. Und vor dem Fenster blühte im Sommer ein Ginsterbusch. Dort behandelte sie auch Senatoren-Gattinnen.

 

 

Ich genoss es jedes Mal, ihr Modell zu sein, wenn sie neue Massagegriffe lernte. Ihre cremigen duften Hände am Gesicht. Da fühlte ich mich geborgen und geliebt.

Ich habe ihr nachgeeifert viele Jahre. Sie war und ist meine Trösterin, Vertraute und Vorbild.

 

Wie ich wurde, was ich bin…

Mein Vater war da. Und auch nicht. Es schien so, dass er mehr Augen für meine Mutter und seine Mutter hatte, die Ärztin war.

Er war ein gut aussehender Mann und las viel Zeitung. Deshalb hat er viel geschimpft auf die Politik, Banker und Versicherer. Später als er älter wurde noch mehr auf die Pharmalobby. Er gestikulierte stark und bebte oft.  Er konnte gut tanzen, roch gut, hatte Wortwitz und viel Sinn für Ordnung und Sauberkeit.

Mein Eltern trennten sich als ich 14 war.

Er war 74 als er 12 Tage im Koma lag und dann abreiste. Braungebrannt von der Ostseesonne. Als ich damals an seinem Bett lag, hab ich ihm mein Herz ausgeschüttet und ihn mit Rosenöl eingerieben. Er konnte mir nicht mehr ausweichen. 
Ich vermisse ihn. Und bin heute dankbar, seine Tochter zu sein.

 

Erst heute verstehe ich, dass mein nicht gesehenes und ungehörtes Mädchenherz Antrieb war, Dingen und Menschen hinterher zu jagen, die mir gar nicht gut taten – An Männer Erwartungen hatte und in sie hineinzuprojizierte, was sie überforderte. Mit anderen Frauen aneinandergeriet, die streng und ruppig waren.

 

Wie ich wurde, was ich bin. Heute.

 

Als ich selbst Mutter war und unser Tochter und Sohn ins Teenageralter kamen, hörte ich auf einer Party von einer Frau, dass ihre Tochter sich Silikonbrüste zur Konfirmation wünschte. Ich hörte, was Ärzte heute alles tun, um Frauen in vorgegebene Schönheitsschablonen zu pressen.
DAS war der Moment, an dem ich wusste, warum ich meine erlernten Grundberufe Kosmetikerin, Werbekauffrau und Heilpraktikerin in einen Topf warf und mich auf den Weg machte, Schönheit neu zu formulieren.

 

Ich habe nicht locker gelassen, neugierig zu sein und einen Sinn in Ereignissen zu finden. Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen bei meiner Forschung, warum ich bin wie ich bin.

Seitdem ich 2006 meine erste Fortbildung als Heilpraktikerin besucht habe. Es war Facial Harmony am IAK Kirchzarten. Seitdem ich Frauen behandele, berühre und begleite, treffe ich auf weitere ungesehene Mädchenherzen. Selbst wenn sie es sich gar nicht so bewusst sind.
Ich möchte sie anstiften und trösten. Und davon abhalten, zu glauben, dass sie leiden müssten, um schön zu sein. Allein, dass sie hier auf Erden sind, macht sie liebens- und begehrenswert.

 

Wie ich wurde, was ich bin … 

liegt an der Geschichte meiner Eltern und dass ich zu diesen Erkenntnissen geführt worden bin.

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