„Ich weiß nicht, ob ich zu deiner Zielgruppe gehöre…“
diese Aussage kam heute von einer Klientin, die sich noch nicht sicher war, ob sie bei mir richtig ist und ob Wettbewerbsdruck oder Konkurrenz überhaupt ihr Thema sei. (Interessanterweise fühlen sich viele Frauen von mir angezogen, die auch Coaches sind und diese Frage selbst auch nicht sofort beantworten können.)
Wer ist meine Zielgruppe?
Das habe ich mich natürlich auch schon gefragt – gerade weil ich viele Jahre in Verlagen, Werbeagenturen und bei einem großen Radiosender gearbeitet habe, wo das Alter, die Gehaltsklasse oder die Einkaufsläden, wo sie shoppen gehen, umsatzrelevant ist.
Ehrlicherweise tue ich mich damit schwer. Weil ich es ungern am Alter festmachen will. Oder daran, ob sie bei Douglas einkaufen geht.
Was ich oft höre ist,
dass Menschen meine erfrischende und unkonventionelle Art mögen und es das ist, was sie zu mir zieht. Privat und mittlerweile für Online-Coaching-Sessions.
Im Grunde würde ich auch gerne Männer in Selbstwertkrisen stärken,
weil ich glaube, dass viel Druck in den Männern spürbar ist, der sich kollektiv auf uns Frauen überträgt. Ein Mann, der weiß, wie er seiner Frau ehrlich begegnen kann, dass sie sich gesehen fühlt und öffnen mag, landet mehr als einer, der sich keine Gedanken darüber macht. (Leider bekennen sich noch sehr wenige dazu)
Bisher finden Frauen verschiedener Altersgruppen zu mir.
Z.B. die, Mitte- End-Dreißiger, die nervös sind, ob die Mutterschaft noch für sie drin ist und wie sie sich fühlen sollen, wenn „es“ nicht passiert…
Oder es sind Frauen, die während der Aufzucht ihrer Kinder vergessen haben, wo das WEIB in ihnen steckt.
Manche kommen auch, um mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten und Empfindlichkeiten Frieden zu machen und bei der Begegnung mit anderen starken, attraktiven Frauen und Männern nicht in die Knie gehen wollen.
Andere wollen ihre Angst überwinden, in dem großen World Wide Web oder auch in ihrem Konzern nicht unterzugehen.
In der Tat kenne ich nun auch selbst
…das Thema etwas frustriert vor dem Spiegel zu stehen, weil ich nicht mehr so ausseh‘ wie in meinen 20ern.
Dazu schreibe ich ja viel, dass es die Sinnlichkeit ist, die durch die Poren quillt und auf andere Menschen wirkt.
Ich glaube mittlerweile,
dass es eher Seelen sind, die sich zu mir hingezogen fühlen,
Menschen, die diesen inneren Impuls haben, der ihre Aufmerksamkeit auf meine Disco-Kugel lenkt, von der sie sich versprechen, dass ich ihnen zuhöre, sie annehme und – ohne Druck – auf ihrem Weg zu einem gesunden Selbstwert- und Körpergefühl bestärkt.



