Katrin
Sorgenfrey

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„Die Schönheit unserer Natur“

Um die Schönheit unserer Natur zu durchdringen,
reicht es nicht,
sich auf einen Golfplatz zu stellen,
auf einen frisch geharkten Strand,
oder auf die Terrasse eines
Luxushotels.

Das ist,
aus meiner Sicht, kein Durchdringen.
– Auch wenn es Freude macht.

 

Um die Schönheit unserer Natur
mit allen Fasern zu durchdringen,
macht es Sinn,
sich
auch an Regentagen
rauszubewegen,
bei Nebel oder
nasskalten
3 Grad.

An Orte,
wo es keine Cafés gibt,
keine Bars und
keinen Empfang.

 

Um die Schönheit unserer Natur mit unserem
ganzen Herzen zu durchdringen,
reicht es nicht,
einen Blumenstrauß zu kaufen,
eine Palme ins Zimmer zu stellen
oder einen Baum zu pflanzen

– auch wenn das eine schöne Erinnerung ist –

 

Um die Schönheit unserer Natur zu durchdringen,
sollten wir uns hautnah
mit dem Wechsel
der Jahreszeiten
versöhnen.

Mit dem Aufblühen und
dem Welken.
Mit der Erntezeit
und dem Vergehen.

 

Um die Schönheit von uns selbst zu durchdringen,
genügt es nicht,
Designerklamotten zu tragen,
teure Ohrringe
und Lippenstift.

 

Um die Schönheit von uns selbst zu durchdringen,
braucht es mehr.

 

Auch wenn es
herausfordernd ist,
die Bereiche unseres Wesens,
Körpers
und Gesichts
zu betrachten,
die Risse haben,
Wunden,
Flecke,
Falten,
Schatten.

 

Wenn wir sie berühren.
Und bewegen.
Mit ihnen
tanzen.
Sie als Teil
unserer Natur
anerkennen,
verlieren sie an Bedrohung
und wir finden sie
gar nicht mehr schlimm.

 

Um die Schönheit unserer Natur zu durchdringen,
braucht es echte Nähe
und innigen Kontakt.

So sollten wir feiner Beobachter
und wahrer Feinschmecker
für unseren Körper,
und unsere Natur
sein.

Die Hürde, Gesicht zu zeigen,  sind nicht die fremden Menschen, die Dich überhaupt nicht kennen.    Die Hürde, Gesicht zu zeigen, sind die Menschen, die mit Dir persönlich verbunden sind.