Ich weiß,
dass ich Liebe wählen kann.
Statt Angst.
Und doch
kommt sie manchmal über mich.

 

Ich weiß,
dass ich Gedanken steuern kann.
Und doch
kommen da manchmal welche hoch,
die ich nicht gerufen hab.

 

Da kommt ein böses Wort.
Ein Schubser.
Ein Nein.
Ein körperlicher Schmerz.
Ein komischer Begriff.

 

Etwas,
für das ich mich schuldig fühl.
Oder verantwortlich.
Da kommt Unsicherheit.
Und dann brauch ich Zeit,
es zu überprüfen.

 

Um in Liebe zu geh’n.
Braucht es Zeit.
Und Raum.
Meinen intimen Raum.
Wo niemand reinkommen darf.
Nur ab und zu.
Wenn ich es will.


ICH

bin frei, zu wählen,
wie weit,
Du reinkommen darfst.
In diesen Raum.

 

Er ist kostbar für mich.
Heilig auf eine Art.

 

Ich mach das Tor auf.
Und wieder zu.
Ich schmücke den Raum.
Ich gestalte
und schöpfe aus ihm.

 

Es tut so gut,
ihn zu haben.
Diesen Raum in mir.
Und ihn zu teilen,
fällt machmal schwer.

 

Sei achtsam damit.
Das rate ich DIr.

 

(Copyright: Katrin Sorgenfrey)

Die Hürde, Gesicht zu zeigen,  sind nicht die fremden Menschen, die Dich überhaupt nicht kennen.    Die Hürde, Gesicht zu zeigen, sind die Menschen, die mit Dir persönlich verbunden sind.