Katrin
Sorgenfrey

„Lieber Mann! (1)“

über Katrin Sorgenfrey

sinnevoll leben, lieben und arbeiten

„Lieber Mann! (1)“

Lieber Mann!
Jetzt bist Du dran.

Wir müssen reden.

Als ich jung war,
wusste ich noch nicht,
wie ich mich Dir nähere.

Ich hatte es so verstanden,
dass DU das übernimmst.
Dass es Dein Part wär,
den ersten Schritt zu machen,
Dein Interesse zu bekunden
und den Ton anzustimmen.

So stand ich da.
Auf Parties.
An der Bar.
In dunklen Ecken.
Um Dir zu signalisieren,
dass ich bereit wär.
Für ein Gespräch.
Einen Tanz.
Einen Kuss.
Und vielleicht …
für mehr.

Dabei unterschätzte ich,
dass mich die Filme einholen würden.

Die Geschichten.
Die Märchen,
die ich gehört hatte.
Die Romane
Und Bücher,
die ich verschlang.

Über das, was kommt
Und das, was wird.

Immer wieder wurde ich auf mich
zurückgeworfen.
Auf das, was ich glaubte,
können zu müssen.
Auf das, was Du mir zu geben hast.
Auf das, was ich glaubte
bedienen zu müssen.
Und auf das, was sich gehört.

Du gabst Dir Mühe.
Fragtest auch mal nach.
Manchmal gabst Du auf.
Und oft fandest Du mich
kompliziert.

Lieber Mann!
Das Blatt hat sich gewendet.
Für mich.
Und für Dich.
In jeder Beziehung.

Deshalb müssen wir drüber reden.

Über das Ungesagte.
Über Deine Skepsis,
Deine Zweifel,
wenn ich nun mehr
nach vorne geh.
Auf meine Art
den Anfang mache.
Zu meinen Gefühlen steh.
Meine von mir unterschätzte Kraft
auch in die Geschäftswelt einbringe,
auch wenn Dir das
noch etwas unheimlich
scheint.

Mach Dir Gedanken:
Über das,
was Du bereit bist,
über Dich selbst,
unsere Unterschiedlichkeit
und Gemeinsamkeit
zu verstehen.

Und lieber Mann!

Ich werde nicht mehr darauf warten,
dass Du den ersten Schritt machst.
Ich werde Dich erinnern.
Falls Du es wieder vergisst.
Sanft.
Aber beharrlich.
Dass wir uns gut ergänzen.

Denn,
wenn Du wirklich
eine Frau an Deiner Seite willst,
die für sich einsteht.
Die Dich überrascht.
Dir imponiert.
Ihre Meinung offen bekundet.
Dich hin und wieder um den Finger wickelt.
Und Dich selbstbewusst in ihren Bann zieht.

Dann lieber Mann!

Sei bereit,
Es ist soweit.

Wir werden uns beide dran gewöhnen.

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